Die Landschaft formt und verwandelt uns.

Die natürliche Umgebung ist wie ein Teil von uns selbst, der uns physisch und spirituell trägt.

Wir sind eng damit verbunden und nehmen dies klar wahr, sowohl individuell als auch kollektiv.

Daher stehen wir vor einem gemeinsamen Erbe, und als solches müssen wir bedenken, was das für jeden bedeutet: eine Reihe von Rechten, aber auch Pflichten.

Diejenigen von uns, die entweder durch Geburt oder aus anderen Gründen in der Region Empordà leben, sind sich darüber bewusst, dass die Ebene, die Kämme, die Wälder, das Meer, die Klippen, die Weinberge, die Olivenhaine, die Feuchtgebiete, die Gehöfte, die Flüsse, die Farben und die Gerüche, die ihnen eigen sind,… unsere physischen und sensorischen Konzepte vom Raum geprägt haben.

All dies ist so tief in uns integriert, dass es von unserer eigenen Person untrennbar wird, bis zu dem Punkt, dass wir uns selbst verletzt fühlen, wenn dieses natürliche und landschaftliche Erbe beschädigt wird.

Der folgende Text gibt die objektiven Daten einer Aggression wieder, die seit einiger Zeit einen Fluss betrifft: den Fluvià. Unseren Fluvià.

In dem folgenden kleinen Resümee lässt sich ein Teil der Geschichte der letzten fast 40 Jahre eines bestimmten Abschnittes des Flusses schreiben: seiner Mündung.

In dieser Geschichte sind, wie in allen Geschichten, einige Figuren zu erkennen. Man findet Spekulanten, Opportunisten, öffentliche Verwalter, Gleichgültige,… und Kämpfer.

Letztere zeigen mit Hartnäckigkeit, dass sie akzeptiert haben, dass der Fluss unser ist, sowohl individuell als auch kollektiv: Deshalb verteidigen wir, die Kämpfer, ihn als unser Eigentum und zugleich als gemeinsames Erbe.

Genau diese Hartnäckigkeit treibt uns an, zu glauben (und wir sind fest davon überzeugt), dass, auch wenn wir die Vergangenheit dieser unglücklichen Geschichte nicht ändern können, im Hier und Jetzt neu anfangen können, so oft es nötig ist, um ihr ein würdiges Ende zu geben.

Ein Ende, das den Wunsch erfüllt, bei welchem immer mehr Menschen nach Respekt, Harmonie und Gleichgewicht mit der Umwelt verlangen. Das ist unser Kampf.

WAS IST PASSIERT? WAS HABEN WIR GETAN? WO STEHEN WIR?

KOMMENTARE UND LINKS, DIE EUCH INFORMATIONEN BIETEN UND EUCH DIE MÖGLICHHEIT GEBEN, DEN PROZESS «FLUVIÀ-NAUTIC» ZU BEURTEILEN.

Seit dem Sommer 2021 hat das Unternehmen «Canales del Fluvià Nàutic SL» den öffentlichen Weg des „Joncar“ privatisiert, der seit 1970 den Zugang zur Mündung des Flusses Fluvià und zu seinem Strand ermöglichte.

Referenzen, um mehr zu wissen:

-Gerichtsurteil Nr. 220/15, Original Fassung = OF: (www IAEDEN http://ca.santpere.cat/upload/sentencia_381.14_CAMI_PUBLIC.pdf )

-Am 27.03.2024 beschließt der Gemeinderat von Sant Pere Pescador, den Weg des Joncar wiederherzustellen und die Barriere zu entfernen.

Im Jahr 2003 beschließt die Generalitat (autonome Landesregierung Kataloniens), das Gebiet des Fluvià Nàutic als NICHT-BEBAUBAREN BODEN zu klassifizieren, und seit 2010 ist es Teil des «Natura 2000» Netzes im Rahmen des Besonderen Naturschutzplans.

Im Jahr 2009 bestätigen das Oberste Gericht Kataloniens und 2012 das Oberste Gericht Spaniens die Klassifizierung als NICHT-BEBAUBAREN BODEN.

In diesem Raum, der seit den 80er Jahren teilweise urbanisiert ist, befindet sich nur noch das Skelett eines Gebäudes, das eine öffentliche Gefahr darstellt. Aufgrund fehlender Einigung zwischen den Entwicklern wurde das Gebäude nicht beendet und es werden keine weiteren Initiativen umgesetzt.

Referenzen, um mehr zu wissen:

-Video, in dem die historischen Hintergründe darstellt OF: https://www.youtube.com/watch?v=wCrZTx_PbaU

-Urteil von 2009 des Obersten Gerichts Kataloniens OF: (STSJ_CAT_5044_2009 Fluvianautic)

-Urteil des Obersten Gerichts von 2012 OF: (STS_8458_2012 TS Fluvianautic )

Das Unternehmen «Canales del Fluvià Nàutic SL» begann seine Aktivität im November 2011. Einen Monat später kaufte es das Hauptgrundstück (im Grundbuch als Nr. 1362 registriert), und 2013 erwarb es weitere private Grundstücke.

Im Grundbuch stehen 58 % des Eigentums im Namen von «Canales del Fluvià Nàutic SL» und 42% im Namen des Rathauses von Sant Pere Pescador, der Generalitat und Incasol (drei Verwaltungen) als Eigentümer fest eingetragen.

Imatges de news jerseis col·locats sobre la parcel.la 317 propietat de la Generalitat i parcel.la propietat d’Incasol, Setmana Santa del 2.025

Bild der Betonbarriere, die auf dem öffentlichen Grundstück 317 der Generalitat registriert ist und, während der Osterwoche 2025, das Grundstück, das bei Incasol registriert ist.

Referenzen, um mehr zu wissen:

.Antwort der Generalitat OF: (contesta generalitat parcel.les 316 i 317_)

-Antwort Incasol OF:  (contesta Incasol 2024)

-Informationsnotizen des Grundbuchs OF: (Notes info)

Das «Fluvià Nàutic», jetzt «Port Natura» genannt, besitzt keine Genehmigung, um eine Imbissbude zu betreiben oder Materialien für das Surfen und Kajaks zu vermieten.

Imatges actuals de Fluvià Nàutic SL

Die Bilder vom April 2025 zeigen, wie ein Teil der Imbissbude abgebaut wird. Derzeit werden dort Surfboards vermietet. Auch Kajaks werden vermietet.

Im Juni 2012 erhielt «Fluvià Nàutic» eine Konzession für die Wasserfläche innerhalb der Kanäle, begrenzt auf die Nutzungen von 1988. Die Konzession erlaubt weder das Anlegen noch die Vermietung von Jetskis oder Utensilien für das Surfen oder Kajaks.

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Ohne jegliche Genehmigung fügt der Betreiber neue Anlagen hinzu, beseitigt Vegetation und planiert Böden, wodurch die natürliche Umgebung zerstört wird. Zudem droht und behindert er Inspektionen durch ländliche Beamte und andere Behörden.

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Am 7. Juli 2023 die Generalitat berichtet gegen «Canales del Fluvià Nàutic SL» zwei schwere und eine leichte Ordnungsverstösse. Der Beschluss verhängt eine Geldstrafe von 31.246 € und gibt «Canales del Fluvià Nàutic SL» 8 Tage Frist um die Bauarbeiten einzustellen, die Aktivitäten zu pausieren und die feste sowie abnehmbaren Anlagen zu entfernen. Trotz allem ignoriert der Betreiber die Anweisungen und erhält zwei weitere Bußgelder, wobei er gewarnt wird, dass eine subsidiäre Durchsetzung von der Verwaltung erfolgen wird. Derzeit sehen wir, dass die New Jerseys Barrieren, der Steg, die Aktivitätenvermietung und der Wohnmobilpark weiterhin bestehen.

Im Jahr 2024 ordnete die Stadtverwaltung die Schließung des Wohnmobilparks an, versiegelte ihn und setzte eine Begrenzung der Außenmaße. Sofort brachen sie die Begrenzung und die Versiegelung auf, sodass die Aktivitäten weiterlaufen.

Während der Osterwoche 2025 waren etwa 200 Wohnmobile vor Ort. Einige Nutzer sagten, ihnen sei die Illegalität der Nutzung des Ortes egal, sie würden das Übernachten zu einem günstigeren Preis als auf einem Campingplatz bevorzugen und die ruhige Lage inmitten der Natur schätzen.

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Am 20. April 2024 veröffentlichte die Zeitung ARA den Artikel „Das umstrittene private Geschäft, das den Zugang zum Naturpark der Fluvià-Mündung verbietet“. Der Geschäftsführer des Unternehmens forderte Korrekturen, die die Redaktion nicht akzeptierte. Die Richterin in Figueres gab der ARA Recht.

Im Sommer 2024 veröffentlichte der Ombudsmann eine Resolution, in der die Stadt Sant Pere Pescador und die Generalitat aufgefordert werden, die nicht genehmigten Aktivitäten von Fluvià Nàutic zu schliessen.

Referenzen, um mehr zu wissen:

-Pressemitteilung der Resolution des Ombudsmanns: https://www.sindic.cat/ca/page.asp?id=53&ui=10358

-Vollständige Resolution des Ombudsmanns: (Resolucio sindic)

Die „Diputació“, des Landratsamtes von Girona, genehmigte im April 2025 einstimmig einen Antrag, in dem sie gegen die illegale Nutzung des öffentlichen Eigentums des Meeres- und Landgebiets von Fluvià Nàutic und die nicht genehmigten Aktivitäten vorgeht und deren Renaturierung fordert.

Referenzen, um mehr zu wissen:

-Beitrag der Diputació, des Landratsamtes v Girona auf Instagram OF: https://x.com/DiputacioGirona/status/1914658086322663910?t=fxINvefP6Zv2j8yy-O19NQ&s=09

Ein Ministerialerlass vom Oktober 2001 genehmigt die Abgrenzung des öffentlichen Eigentums des Meeres- und Landgebiets zwischen „Rec Sirvent“ und dem Fluvià Fluss über 3.800 Meter Länge. Zu dieser Zeit betrug das Schutzgebiet 20 Meter Breite, und der Transitschutz 6 Meter. Im Jahr 2003 wurde das Gebiet zu „NICHT-BEBAUBAREM BODEN“ erklärt, was eine Änderung des Schutzgebietes auf 100 Meter nach sich zog. Derzeit wird diese Korrektur vom Ministerium für Ökologischen Wandel unter den Punkten N-4 bis N-15 und N-85 bis N-90 durchgeführt.

Referenzen, um mehr zu wissen:

-Übersicht des Ministeriums für ökologischen Wandel: https://sig.mapama.gob.es/dpmt/

Die Generalitat hat keine Genehmigung für einen Hafen in einem Gebiet, das zum Natura 2000-Netz gehört, sowie für ein Gebiet mit besonderem Schutzstatus gewährt. Die Stadtverwaltung von Sant Pere Pescador hat keine Genehmigung für wirtschaftliche Aktivitäten erteilt, die aufgrund ihrer urbanistischen Einstufung unzulässig sind. Zudem befindet sich das Gebiet in einer Überschwemmungszone und grenzt an den strenggeschützten Naturpark „Aiguamolls de l’Empordà“.

Doch die VERWALTUNGEN, die von uns Bürgern immer Genehmigungen und Erlaubnisse fordern, rechtfertigen den Fall „Fluvia Nàutic“ damit, dass es sich hierbei um einen Fall der Überbeanspruchung der Gerichtsbarkeit handelt. Folglich kann ein privates Unternehmen, das öffentlichen Boden nutzt, sich weigern, sein Geschäft dort zu beenden.

In der Zwischenzeit hört das Unternehmen nicht auf, Schreiben, Rechtseinwände und gerichtliche Berufung einzureichen, um die Situation seit dem Sommer 2021 zu verlängern, in der es wirtschaftlich profitiert und Gewinne auf Kosten des öffentlichen Gebiets und eines natürlichen Erbes – das teilweise allen gehört – erzielt.

DIE GRUPPE ZUR VERTEIDIGUNG DES FLUVIÀ MÜNDUNG («GRUP EN DEFENSA DE LA GOLA DEL FLUVIÀ») und «IAEDEN-SALVEM EL EMPORDÀ», wie in der Resolution von 2024 des Ombudsmannes, fordern, dass die VERWALTUNGEN – in Übereinstimmung mit dem Gesetz – SOFORT –

-Die Wiederbeschaffung des öffentliches Weges „Joncar“

-Die wirtschaftlichen Aktivitäten des Fluvià Nàutic Unternehmens

-Die Enteignung des Gebietes durchführen, um den Fluvià Nàutic in den Naturpark „Parc Natural dels Aiguamolls de l’Empordà“ zu integrieren.

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AUFKLÄRUNG: Das Hauptziel der Gruppe «GRUP EN DEFENSA DE LA GOLA DEL FLUVIÀ» und «IAEDEN-SALVEM EL EMPORDÀ» sind, mit den VERWALTUNGEN ins Gespräch zu kommen, damit die geltenden Gesetze, die uns alle betreffen, gerecht umgesetzt werden können.

Sant Pere Pescador, Juni 2025

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